SCHLAFSTÖRUNGEN

BEI BABYS HAT VIELES EINFLUSS AUF DEN SCHLAF

Gerade in den ersten vier bis acht Wochen braucht ein Baby all seine Kraft, um die Umstellung auf das Erdendasein zu bewerkstelligen, und verbringt ungefähr 60 Prozent des Tages mit Schlafen. Auch im Tiefschlaf nehmen die Kinder ihre Umgebung wahr und reagieren sehr unterschiedlich darauf. So können eine unrhythmische Tagesgestaltung, Reizüberflutung, familiäre Auseinandersetzungen und dadurch bedingte Ängste zu Schlafstörungen führen. Werden die Reize zu stark, erwacht es. Das kann auch passieren, wenn Besucher ganz vorsichtig ins Bettchen schauen.

HILFREICHE TIPPS

  • Ein Neugeborenes ist sehr ruhebedürftig. Deshalb sollten Sie nur wenig Besuch empfangen und Musik höchstens gedämpft hören
  • Während des Stillens sollten Sie nicht fernsehen
  • Eine ausgeglichene Umgebung und ein regelmäßiger Tagesablauf unterstützen einen ruhigen Schlaf
  • Streit und negative Gedanken vermeiden
  • Verbringen Sie eine harmonische und intensive Zeit vor dem Schlafengehen miteinander
  • Streicheln Sie Ihr Baby sanft in den Schlaf oder verwöhnen Sie es mit einer Babymassage
  • Singen oder summen Sie ihm ein Schlaflied
  • Geben Sie Ihrem Baby ein Schmusetier oder ein Schnuffeltuch
  • Sorgen Sie für einen möglichst gleichbleibenden Tagesrhythmus, d.h. täglich die gleiche Abfolge von Essen, Waschen, Schmusen und Schlafen
  • Achten Sie darauf, dass die letzte Mahlzeit immer zum gleichen Zeitpunkt stattfindet
  • Legen Sie Ihr Baby immer zu einem festen Zeitpunkt am gleichen Ort schlafen
  • Baden in warmem Wasser hat meist eine beruhigende Wirkung z.B. mit Calendula oder etwas 10%-igem Lavendelöl im Badewasser
  • Eine sanfte Massage: Vor dem Schlafengehen Arme und Beine Ihres Kindes mit Calendula­-Pflegeöl oder 10%-igem ätherischen Lavendelöl einreiben und sanft hand­ bzw. fußwärts ausstreichen
  • Auf jeden Fall sollten Sie auf warme Füße achten und kalte Füßchen mit „Kupfer Salbe rot“ von Wala massieren. Anschließend Wollsöckchen anziehen.
  • Unruhigen Kindern hilft am Abend ein „Passiflora Kinderzäpfchen“ von Wala. Passiflora caerulea, die Passionsblume, beruhigt immer dann, wenn nervöse Unruhe zu Einschlafstörungen führen.
  • Avena sativa comp. Streukügelchen von Weleda enthalten Pflanzenauszüge aus Hafer, Hopfen, Baldrian und Passionsblume. Sie beruhigen überreizte Nerven und sorgen dafür, dass Spannungszustände aufgrund von Erschöpfung, Übermüdung oder Reizüberflutung leichter abgebaut werden können. Sie fördern so die Harmonisierung und die Stabilisierung des natürlichen Schlaf-Wach-Rhythmus. Säuglinge im ersten Lebensjahr erhalten fünf Streukügelchen.
  • Bryophyllum argento cultum Rh Dil D3 von Weleda, eine alkoholfreie Zubereitung zur Überwindung von Unruhezuständen und Schlafstörungen bei Säuglingen und Kleinkindern.

AUCH SCHÜSSLER SALZE KÖNNEN HELFEN

Schüßler-Salze zeigen bei Babys und Kleinkindern oft eine erstaunliche Wirkung und haben keine Nebenwirkungen. Die biochemischen Salze helfen den Körper zur Ruhe kommen zu lassen. Wenn Ihr Kind unruhig und überdreht ist und nicht einschlafen kann, lösen Sie 5–10 Tabletten des Mittels in einem Glas mit heißem Wasser auf (zum Umrühren einen Plastik- und keinen Metalllöffel verwenden!), und träufeln Sie ihm einige Tropfen der abgekühlten Lösung alle 2–5 Minuten mit einer Pipette ein. Das Verfahren nennt sich „Heiße Sieben", da es meist bei Magnesium phosphoricum angewandt wird, das in der Schüßlerschen Mittelreihe die Nummer 7 trägt.

Folgende Schüßler-Salze, haben sich bei Schlafstörungen bewährt:

Das erste Mittel der Wahl ist Kalium phosphoricum Nr. 5 in D6
Wenn nach vier Tagen keine Besserung eingetreten ist:
Magnesium phosphoricum Nr. 7 in D6

Wenn das Baby gut einschläft, aber immer wieder nachts zwischen 23 und 3 Uhr aufwacht, empfiehlt sich Natrium sulfuricum Nr. 10 in D6

TIPP:
Reiben Sie den Bauch beim letzten Wickeln vorm Schlafengehen im Uhrzeigersinn mit warmen Händen mit einer Magnesium-phosphoricum-Salbe Nr. 7 ein

SO SCHLÄFT DAS BABY

Träufeln Sie einen Tropfen pures ätherisches Lavendelöl auf den großen Zeh und massieren es ein. Ab dem Kleinkindalter kommt auf jede Großzehe ein Tropfen Lavendelöl.
Auch die Anwendung von Lavendel und/oder Melisse in der Duftlampe wirkt schlaffördernd. Geben Sie 2 bis 4 Tropfen des jeweiligen Öls bzw. einer Mischung daraus sowie ausreichend Wasser in das Duftlämpchen und stellen Sie dieses für maximal eine Stunde ins Kinderzimmer.
Ist Ihr Kind jünger als ein Jahr, verwenden Sie statt des Duftlämpchens besser eine Schale mit heißem Wasser, in die Sie das ätherische Öl hineintropfen und auf der Heizung verdampfen lassen.

Auch ein Beruhigungstee aus diesen beiden Heilkräutern kann Ihrem Kind in den Schlaf helfen.
Lassen Sie sich dafür in Ihrer Mutter und Kind Apotheke Lavendelblüten und Melissenblätter zu gleichen Teilen mischen. Überbrühen Sie einen Teelöffel der Mischung mit 250 Milliliter kochendem Wasser, lassen Sie den Tee zugedeckt fünf Minuten ziehen und seihen Sie ihn dann ab.
Geben Sie Ihrem Kind abends vor dem Schlafengehen diesen Tee. Er ist bereits für Babys geeignet, die davon bis zu 50 Milliliter zu trinken bekommen. Der Beruhigungstee kann durch Hopfen und Passionsblume ergänzt werden (z. B. Lavendelblüten, Melissenblätter, Hopfenzapfen, Passionsblumenkraut, je 25 Gramm).
Praktischer als die lose Teemischung sind fertige Arzneitees. Der Sidroga® Kinder Gute-Nacht-Tee im Filterbeutel enthält Anis, Melisse, Pfefferminz (nur geringe Menge), Passionsblume und Lavendel. Unter der Bezeichnung Sidroga® Schlaf-Gut-Kindertee erhalten Sie einen Extrakt aus Melisse, Orangenblüten, Anis und Lavendel als zuckerfreies Instant-Granulat. Beide Tees sind ab dem 5. Lebensmonat geeignet.

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